KIP – Katathym-imaginative Psychotherapie

ist eine Therapieform, bei der mit Tagträumen (Imaginationen) gearbeitet wird.

Als Kind hatten wir eine ausgeprägte bildliche Vorstellungskraft , Bäume konnten zu Lebewesen werden,
Feen tanzten auf Blumen, Drachen flogen am Himmel. Wir lebten in einer magischen Bildwelt.
Bei Erwachsenen können Tagtraumbilder spontan auftreten aber auch bewusst entwickelt werden.

In einer Imaginationssitzung wird der Klient sitzend oder liegend in die Entspannung geführt. 
Zu einem ausgewählten Thema (wie z.B. Blume, Wiese, Haus, Berg) entstehen unter Anleitung innere Bilder und Vorstellungen und werden vom Klienten verbalisiert.

Mit einfachen Fragen wird in einem Nachgespräch der Klient dabei unterstützt, anhand des Bildmaterials die eigene Position zu beleuchten, belastende Erfahrungen zu verarbeiten und stärkende Ressourcen zu wecken. Die entstehenden Bilder sind frei von bewussten willentlichen Impulsen, sie sind nicht lenkbar, da sie einer Erlebnisebene entstammen, die zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten liegen.
In jeder Sitzung wird der Fokus auf ein anderes Motiv gelegt . Die Motive der KIP haben unterschiedlichen Bedeutungsgehalt und können verschiedene Themen anregen. Es werden die aktuellen Lebensthemen deutlich, in der imaginativ-symbolischen Auseinandersetzung erschließt der Klient neue Erlebens- und Verhaltensmöglichkeiten.

Wie wirkt KIP

  • Imaginationen haben eine beruhigende, seelisch entlastende Wirkung und stärken das innere Ich
  • Eintauchen in frühere Erfahrungen – Begegnung mit dem inneren Kind – Neubewertung belastender Gefühle aus einer anderen Zeit –
    Wandlung alter Gefühls- und Verhaltensmuster
  • Konfrontation mit ungelösten Lebensthemen zeigen sich oft im inneren Bild –Auseinandersetzung auf symbolischer Ebene mit dem Thema, das den Fluss des Lebens hemmt, begünstigt die Suche nach Lösungen
  • aus der Distanz sich einen Überblick verschaffen – Adlerperspektive – führt zu neuen Einsichten – Lösen von Verstrickungen und Knoten

Anwendung bei:

Kennenlernen des Reichtums der eigenen inneren Bilderwelt und dadurch
Kontakt zu stärkenden Ressourcen finden

  • Bewältigung von akuten Herausforderungen und Krisen
  • Umgang mit emotionsgeladenen Situationen
    wo schnelle Einsicht von Vorteil ist
  • Aufarbeitung von Angst und Traumata
  • Prävention bei Stress und Burnout
  • Abbau von Blockaden
  • Begleitung bei körperlichen Erkrankungen und Schmerzen

Die intensive Beschäftigung mit inneren Bildern steigert das Selbstvertrauen und bewirkt, dass Sie in Konfliktsituationen ruhiger und gelassener reagieren können.

Textquelle: Imago